13.05.2016

Arbeitslosigkeit / Arbeitslosenzahlen in Saarbrücken

Aktuelle Arbeitslosigkeit im Regionalverband Saarbrücken

Im März 2016 betrug die Arbeitslosenquote im Regionalverband Saarbrücken 10,6. Das entspricht knapp 17.650 arbeitslosen Menschen in der Region. Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit damit vergleichsweise recht hoch. Schließlich betrug die Arbeitslosenquote von Deutschland im März 2016 insgesamt nur 6,5 Prozent. Auch im Saarland ist die Arbeitslosigkeit im Durchschnitt regelmäßig geringer als in der Landeshauptstadt selbst.

Historische Entwicklung des Arbeitsmarktes in Saarbrücken

Nach dem II. Weltkrieg stand das Saarland wirtschaftlich zunächst unter dem Einfluss von Frankreich. Erst 1959 wurde es als elftes Bundesland an Deutschland angegliedert – Saarbrücken wurde Landehauptstadt und folglich zur Wirtschaftsmetropole. Entsprechend positiv entwickelte sich fortan der Arbeitsmarkt. Bis Mitte der 80er erlebte Saarbrücken einen wirtschaftlichen Aufwärtstrend, der jedoch schnell wieder abflachte und seinen Tiefpunkt in der zweiten Hälfte der 90er erreichte. Seitdem hat die Region an der Saar sich kontinuierlich positiv entwickelt. Dabei holte das Saarland insgesamt im bundesdeutschen Vergleich zuletzt stark auf. Jobs in Saarbrücken sind demnach immer beliebter.

Ein Blick auf die historischen Arbeitslosenquoten des Saarlandes verdeutlicht diese Entwicklung:

1980: 6,5 Prozent

1985: 13,4 Prozent

1997: 13,6 Prozent

2000: 9,8 Prozent

2010: 7,5 Prozent

2014: 7,2 Prozent

Zukunftsaussichten

Generell sind die Entwicklungsaussichten für die Arbeitslosigkeit rund um Saarbrücken recht gut. Zwar rechnen Experten zunächst damit, dass die Arbeitslosenquote 2016 in der Region Saarland um ca. 2,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 zunehmend wird. Aber mittel- bis langfristig soll die Quote weiter sinken. Einige Spezialisten erwarten, dass spätestens im Jahre 2030 Vollbeschäftigung in Deutschland erreicht wird, wovon auch die Gegend an der Saar betroffen sein soll.

Wichtige Branchen und Stellenangebote

Saarbrücken und das Saarland haben in den letzten Jahrzenten einen einschneidenden Strukturwandel erlebt. Früher lebte die Region vom Steinkohleabbau, doch 2012 wurde auch das letzte Bergwerk geschlossen. Seitdem dominiert die Automobilindustrie mit vielen Zulieferunternehmen den regionalen Arbeitsmarkt. Zusätzlich sorgen die Stahlindustrie und der Dienstleistungssektor für zahlreiche Arbeitsplätze. Unter anderem sitzen hier CosmosDirekt, der größte Direktversicherer Deutschlands, sowie Juris, das juristische Informationssystem der Bundesrepublik. (>> zu den größten Arbeitgebern in Saarbrücken)

Der Arbeitsmarkt in Saarbrücken ist von einigen großen Unternehmen sowie überdurchschnittlich vielen kleinen und mittleren Betrieben geprägt. Sie alle profitieren von einer sehr guten Verkehrsanbindung, die auch zahlreiche Pendler in die Stadt zieht. Allein aus Frankreich kommen täglich über 10.000 Menschen zur Arbeit an die Saar. Außerdem befinden sich hier sieben Hochschulen und diverse Forschungseinrichtungen mit Schwerpunkt künstliche Intelligenz, Informatik, Biomedizin und moderne Werkstoffe.

Das berufliche Schulungsangebot

Arbeitnehmer, die sich für den Arbeitsmarkt rund um Saarbrücken qualifizieren möchten, haben dazu zahlreiche Möglichkeiten. Neben der Deutschen Angestellten Akademie DAA und dem Institut für Beruf und Bildung IBB ist hier auch das Taylorix Institut für berufliche Bildung e. V. ansässig – ein gemeinnütziger Verein, der sich in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Saarland um die Aus-und Weiterbildung von Erwachsenen kümmert. Schwerpunkt der Bildungsmaßnahmen in Saarbrücken sind IT, neue Medien, Gesundheitswesen und der kaufmännische Bereich. Zum Beispiel werden einzelne Lehrgänge in Finanzbuchhaltung, Projektmanagement, Office Anwendungen oder Mediendesign angeboten sowie umfangreiche Umschulungen wie beispielsweise zum/zur Bürokaufmann/-frau, Altenpfleger/-in, Diätassistent/-in oder Fachinformatiker/-in.

Außerdem von Vorteil: In der Grenzregion Saarbrücken profitieren Arbeitnehmer von guten Fremdsprachenkenntnissen. Es lohnt sich folglich auch einen Sprachkurs in Englisch und Französisch zu besuchen.